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Gin

Gin stammt eigentlich aus den Niederlanden und wird dort Genever genannt. Er kam erst mit der britischen Armee nach England und wurde dann unter seinem bekannten Namen Gin vermarktet. Gin ist ein leichtes Getränk, das viele mögen, meist gemischt, ist er ein frisches Getränk für den Sommer.

Wie wird Gin hergestellt?

Die Herstellung von Gin ist relativ einfach, da er aus jedem neutralen Alkohol hergestellt werden kann. Die meisten Sorten basieren auf Getreide und Kartoffeln. Seit einigen Jahren gibt es neue Gin Sorten, die aus Trauben oder anderen Obstsorten hergestellt werden.

Der Grundstoff von Gin spielt allerdings eine untergeordnete Rolle, viel wichtiger sind die Botanicals, denn sie geben dem Gin seinen Geschmack.

Die Botanicals sind Beeren, Samen, Rinden, Fruchtschalen oder ganze Früchte, Kräuter, Gewürze und Wurzeln. Jeder Hersteller von Gin hat seine eigene Rezeptur, die dem Gin seinen einzigartigen Geschmack geben. Was allen Sorten gleich ist ist der Wacholder, der in keinem Gin fehlen darf ebenso wie Kardamom und Zitronen oder Orangenschalen.

Bei der Herstellung von Gin gibt es vier Schritte:

  • – Mazeration
  • – Destillation
  • – Lagerung
  • – Abfüllung

Mazeration

Bei der Mazeration werden die Botanicals in Alkohol eingelegt. Der Alkohol nimmt sowohl die Aromen als auch die Farbe der Inhaltsstoffe an. Der Alkohol der Gin Herstellung ist ein neutraler Alkohol, der selbst keinen Zuckergehalt entwickeln kann. Deshalb wird Zucker immer bei einem Gin hinzugefügt. Es gibt neben der Mazeration auch noch eine andere Möglichkeit, wie der Alkohol aromatisiert wird. Dabei werden die Botanicals in einen Korb gefüllt und die Alkoholdämpfe ziehen bei der Destillation daran vorbei und nehmen die Aromen auf.

Destillation

Beim zweiten Schritt der Gin Herstellung wird das Wasser vom Alkohol getrennt. Das Gemisch aus Alkohol und Botanicals wird erhitzt und die aromatisierten Dämpfe steigen in der Brennblase auf. Am oberen Ende der Brennblase ist eine gekühlte Spirale angebracht, durch die der Alkohol geleitet wird. Der Dampf kondensiert und wird flüssig. Der Gin, der entstanden ist, hat ein Volumen von gut 96 %, also purer Alkohol. Traditionell wurden die Brennblasen mit Feuer erhitzt, was heutzutage allerdings nur noch selten Anwendung findet. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass das Gemisch in der Brennblase anbrennt. Dann muss man das ganze Batch wegschmeißen und hätte einen kompletten Verlust. Modern wird nur noch mit Gas oder elektrisch erhitzt. Der Vorteil ist hier auch, dass man die Erhitzung schnell erreicht und eine konstantere Temperatur halten kann.

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Lagerung

Eigentlich braucht Gin nicht gelagert zu werden. Jedoch geben die meisten Hersteller ihrem Gin ein wenig Zeit. Dadurch kann sich der Geschmack ein wenig runder gestalten und das Destillat erholt sich von der Erhitzung. Die meisten Hersteller geben ihrem Gin eine Lagerung von zwei bis sechs Wochen. Allerdings wird nur in Behältern gelagert, die keinen Geschmack abgeben. Meist sind das Stahltanks oder Glasballons. Die einzige Ausnahme stellen Reserve Gin dar, wo der Gin in Holzfässern gelagert wird. Man will dabei ganz ausdrücklich, dass das Aroma des Holzes an den Gin übergeht.

Abfüllung

Nun wurde der Gin hergestellt und gelagert. Er hat aber immer noch 96 % Volumen. Das ist nicht das, was normalerweise getrunken wird.
Deshalb wird dem Gin Wasser beigemischt, damit er verträglicher wird. Hier hat der Brennmeister einen entscheidenden Einfluss auf den Gin. Das Wasser sollte von bester Qualität sein. Die Aromen entscheiden sich auch sehr entscheidend je nach Trinkstärke. Der Preis ist ebenfalls davon betroffen, denn die Alkoholsteuer wird nach dem Alkoholgehalt des Destillats errechnet. Laut der Spirituosenverordnung der EU muss Gin mindestens 37 % Volumen haben. Die meisten Gin werden mit 42 bis 47 % Volumen verkauft.

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Welche Sorten von Gin gibt es?

Wenn man eine Flasche Gin günstig kaufen möchte steht man vor dem Regal und hat eine riesige Auswahl. Nun gilt es das beste für sich zu finden. Die EU hat in ihrer Spirituosenverordnung für jeden Gin ein Reinheitsgebot festgelegt. Es werden in der EU drei verschiedene Sorten Gin geführt:

  • – London Dry Gin
  • – Dry Gin (auch destillierter Gin genannt)
  • – Sloe Gin
  • – London Dry Gin

Der London Dry Gin ist die Sorte, die man am meisten im Regal findet, wenn man einen Gin günstig kaufen möchte. Er muss nicht aus London stammen, andere Dinge sind ganz klar festgelegt, denn er ist am meisten reglementiert. Sein Alkoholgehalt muss bei mindestens 37,5 % liegen. Der Alkohol selbst muss auf pflanzlicher Basis hergestellt worden sein. Die Aromatisierung erfolgt mit natürlichen Zutaten, die alle gleichzeitig hinzugegeben werden müssen. Wenn der Gin destilliert wurde dürfen weder Zucker noch andere Aromen nachträglich beigemischt werden. Laut der EU Regel sollte der Geschmack nach Wacholder beim London Dry dominieren. Daneben werden Kräuter genutzt und pflanzliche Extrakte. Klassische sind Engelwurz und Koriander sowie Orangenschalen, Zitronenschalen, Zimt, Ingwer und Vanille. Er passt sehr gut zu klassischen und neutralen Indian Tonic Water, die die bittere Note unterstützen und die Zitrusaromen aufwerten.

Dry Gin

Der Dry Gin ist dem London Dry Gin sehr ähnlich, er ist allerdings weniger streng reglementiert. Eins ist sicher, er muss gebrannt werden. Dabei dürfen nur natürliche oder naturähnliche Aromen und Gewürze verwendet werden. Die Botanicals können allerdings jederzeit beim Dry Gin hinzugegeben werden. Es dürfen auch naturidentische Farb- und Aromastoffe hinzugegeben werden. Der Dry Gin muss ebenfalls mindestens einen Alkoholgehalt von 37,5 % haben. Der Dry Gin darf im Nachgang auch nicht gesüßt werden. Auch hier sollte die Wacholdernote im Vordergrund stehen. Es gibt allerdings mittlerweile auch sogenannte New Western Dry Gin, bei denen andere Aromen stärker als der Wacholder sind.

Sloe Gin

In der Verordnung der EU zu Spirituosen findet man den Sloe Gin in der Kategorie der Liköre. Er darf sich allerdings weiterhin Gin nennen, auch wenn der Mindestalkohol meist nicht bei 37,5 % liegt sondern weniger. Der Sloe Gin hat eine rötliche Farbe. Er wird nicht destilliert sondern angesetzt. Beeren wie zum Beispiel die Schlehe geben ihm die rötliche Farbe. Die Beeren dürfen zusammen mit Zucker in den destillierten Gin eingelegt werden. Sloe Gin schmeckt leicht süßlich und hat eine winzige Spur von Säure. Er wird von Kennern oft als Bittermandel Geschmack beschrieben. Dieses Aroma kommt von den Schleedornkernen, die während des Herstellungprozesses extrahiert werden. Sloe Gin ist ein sehr beliebtes Mixgetränk in Cocktails. Dort findet er mit anderen Aromen oder Alkoholen Anwendung.

Was sind weitere Gin Sorten?

Zusätzlich zu den Sorten an Gin, die von der EU Spirituosenverordnung festgelegt wurden gibt es noch einige andere. Sie sind zwar nicht geschützt, aber die Hersteller verwenden sie meist einheitlich.

gintonic

Dazu zählen

  • – New Western Dry Gin
  • – Old Tom Gin
  • – Cordial Gin
  • – Reserve Gin
  • – Compound Gin
  • – Pink Gin

Der New Western Dry Gin hat eine starke Note von Wacholder. Es werden auch noch weitere Botanicals dazu gemischt. So hat der New Western Dry Gin eine recht klassische Note von Gin. Der Old Tom Gin ist eigentlich die ursprüngliche Form des Gin, ist aber in Vergessenheit geraten. Dabei wurde dem Gin Zucker beigemischt, um das bittere auszugleichen und den Geschmack angenehmer zu machen. Der Cordial Gin ist dem Old Tim Gin sehr ähnlich und wird ebenfalls nachgesüßt. Er ist eine Zwischenform zwischen dem Old Tom und dem Gin, den wir heutzutage kennen. Der Reserve Gin wird im Gegensatz zu anderen Gin Sorten in Holzfässern gelagert. So kann der Gin die Aromen des Fasses aufnehmen und auch seine Farbe.

Compound Gin

Dieser Gin wird nicht gebrannt, es werden die einzelnen Botanicals dem Alkohol hinzugefügt und danach gemischt. Das Ergebnis ist eine trübe Farbe, die ihm auch den Beinamen Bathtub Gin gegeben hat.

Pink Gin

Beim Pink Gin werden im nachhinein Erdbeeren dazu gegeben. Daher kommt die Farbe. Er ist momentan sehr beleibt aufgrund seiner einzigartigen Farbe.